Berufsstart nach Gehör

Einen Beruf in der Musikbranche zu ergreifen, bedeutet nicht zwangsläufig, gut singen zu können. Viele Berufe spielen sich auch hinter den Kulissen ab. Dennoch sind sie für die Musikindustrie von bedeutendem Wert. Es gibt handwerkliche, kaufmännische, künstlerische und kreative Musikberufe, die in Sachsen ausgebildet werden. Essenziell ist für Sie alle aber gutes Gehör, eine Leidenschaft für Musik, Rhythmusgefühl und Tonkenntnisse.

Für Instrumentenmachende sind neben dokumentiertem Fachwissen zu Techniken und Materialien vor allem intensive Beobachtung und Nachahmung, Austausch mit Musikern und Kollegen sowie das Studium alter und zeitgenössischer Instrumente die wichtigste Basis.

Das spannende: Der traditionsreiche Beruf muss neu gedacht werden, denn Hölzer, Därme, Häute, Leder oder Pflanzenstoffe sind täglicher Umgang, aber Naturmaterialen, die sich im Laufe der Zeit verändern. Die Ausbildung erfolgt entweder im dualen System (Theorie an der Berufsfachschule Klingenthal, Praxis im Handwerksbetrieb) oder in Vollzeitausbildung an der Berufsfachschule.

Kaufmännische Ausbildungsberufe in der Musikbranche sind beispielsweise „Fachkraft für Veranstaltungstechnik“, Musikfachhändler:in oder Veranstaltungskaufmann/-frau.

Der Verband „Kreatives Sachsen“ hat im Bereich „Ausbildung in der Kultur- und Kreativwirtschaft“ auch Ausbildungsberufe im musikalischen Bereich zusammengefasst.

Die Berufs- und Berufsfachschule „Vogtländischer Musikinstrumentenbau“ bietet die Berufe Geigen-, Zupf-, Handzug-, Holzblas- und Metallinstrumentenbau an.

Musik als Studium

„Es gibt nicht viele Berufe, die eine so frühe, intensive und lange Ausbildung erfordern, wie der des praktischen Musikers. Daher fördert der Freistaat Sachsen unentgeltlich musikalisch besonders talentierte Kinder und Jugendliche, die im künstlerischen Hauptfach mit Schwerpunkt Klassik oder Jazz eine professionelle Ausbildung erhalten“ heißt es auf der Webseite des Sächsischen Landesgymnasiums für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Die Schule ist angeschlossen an die berühmte Hochschule für Musik Carl Maria von Weber, die viele musikalische Studierende jedes Jahr nach Sachsen zieht. Neben dem Studium von Einzelinstrumenten sind hier auch künstlerisch-Pädagogische Ausbildungen, Musiktheorie, neue Musik und Lehramt Musik im Portfolio. Auch die Hochschule für Kirchenmusik befindet sich in der sächsischen Landeshauptstadt.

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Halldóra Osk aus Island, studiert seit 2020 Gesang an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig.

„Ich habe mich aufgrund der vielfältigen Musikszene und der jungen Atmosphäre der Stadt für Leipzig entschieden. Es inspiriert mich täglich, von so klugen und engagierten Studenten umgeben zu sein, die die Stadt mit Leben füllen!“

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Caspar Erler aus Thüringen, studiert seit 2016 Barockgeige an der Musikhochschule Dresden

„In Dresden gibt es die Möglichkeit bei international renommierten Musiker:innen Erfahrungen zu sammeln. Die Nähe zu europäischen Nachbarländern ermöglicht weiterhin reichlich Projekte in Grenzregionen und fördert so den internationalen Austausch.“

Ein breites Spektrum für musikalische Studienrichtungen bildet auch die Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig ab. Die HMT Leipzig versteht ihren Kernauftrag in der professionellen Ausbildung von Berufsmusikern, Berufsmusikpädagogen und Berufsschauspielern auf höchstem internationalem Niveau.

Egal ob mit einer Ausbildung in der Musikbranche oder einem musikalischen Studium in Sachsen – die Zukunftsperspektiven sind nach erfolgreichem Abschluss genauso sicher wie die Bleibeperspektiven im schönen Freistaat.

Wenn Sie mehr zu den klassischen Bereichen der Musikbranche in Sachsen wissen wollen, lesen Sie hier mehr.

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