Nicht nur der Weinbau hat hier jahrhundertelange Tradition. Meißen, seit dem Jahr 968 Bischofssitz und überragt von der spätgotischen Albrechtsburg, gilt historisch als die „Wiege Sachsens“: Markgraf Friedrich der Streitbare aus dem Hause der Wettiner wurde 1423 der erste Kurfürst Sachsens. 

Auf Befehl des Kurfürsten Friedrich August I. erfand Johann Friedrich Böttger im Jahr 1708 in der Albrechtsburg zwar nicht Gold, aber das Porzellan – und machte August den Starken, zum einflussreichsten Herrscher seiner Zeit. Noch heute kommen Kunstinteressierte aus aller Welt zum Porzellan-Shopping in die Staatliche Porzellan-Manufaktur Meißen, bewundern in Moritzburg das barocke Jagdschloss und die umgebende Parklandschaft. 
Filmfreunde pilgern seit einigen Jahren jeden Winter in die Ausstellung zum Märchen-Kultfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.

Weitere Besuchermagneten im Landkreis sind das Karl-May-Museum in Radebeul, das an den weltberühmten Reiseschriftsteller und Old-Shatterhand-Impersonator erinnert. Mit der schnaufenden Schmalspurbahn geht es durch den Radebeuler Lößnitzgrund, während strahlend weiße Dampfschiffe auf der Elbe an Meißen vorbei nach Diesbar-Seußlitz gleiten. 

Wenn Sie die steil aufragenden Weinhänge der 37 Weingüter an der Radebeuler Lößnitz und dem Spaargebirge passieren, können Sie mit einem Grauburgunder oder Müller-Thurgau trefflich anstoßen. Auf Spaziergängen durch das nordöstlichste Weinbaugebiet Europas bewirten zahlreiche Straußwirtschaften am Wegrand durstige Wanderer. Prost!

Wie lebt es sich in Meißen?

Genauso vielfältig wie seine Geografie sind die kulturellen Angebote im Landkreis Meißen. Die Sachsen-Arena in Riesa ist die größte Veranstaltungshalle in Mittelsachsen und als Veranstaltungsort für zahlreiche Konzerthighlights bekannt. 

Im historischen Kulturzentrum Schloss Großenhain finden regelmäßig Theateraufführungen, Sinfoniekonzerte und Jazzabende statt, der Ballsaal des Gasthauses „Börse“ in Coswig lockt Tanzfreunde seit über 100 Jahren in den Landkreis. Das Theater Meißen bezaubert Kulturliebhaber seit über 160 Jahren im Gebäude des Gewandhauses, während die Landesbühnen Sachsen mit ihrem Stammsitz in Radebeul durch die Städte und Gemeinden des Landkreises touren – mit Musiktheater, Schauspiel und Konzerten.

Wie lernt und arbeitet es sich in Meißen?

Bildung spielt für die zukünftige Entwicklung des Landkreises Meißen eine entscheidende Rolle. Gut, dass es hier ausreichend Ausbildungsmöglichkeiten für Jugendliche gibt, um nach der Schule den Übergang in die wichtigsten Branchen der Region zu schaffen. Mehrere Lehrstellen- und Ausbildungsbörsen holen künftige Azubis direkt ab. Neben vielen Oberschulen und Gymnasien genießt auch das traditionsreiche Hochbegabten-Gymnasium St. Afra in Meißen seit Jahrzehnten deutschlandweit einen guten Ruf.

Der Landkreis Meißen weist eine breite Wirtschaftsstruktur auf. Seine Kernbranchen, die Stahlindustrie, Keramik und Chemie, die Druckindustrie und Logistik, den Maschinenbau und die Elektrotechnik/Elektronik verbindet eine Gemeinsamkeit: Es herrscht großer Personalbedarf in fast allen Bereichen. Die Fachkräfteallianz Meißen beschließt die grundlegende Ausrichtung der Aktivitäten zur Fachkräftesicherung im Landkreis. 

Wirtschaftlicher Schwerpunkt der Region ist das verarbeitende Gewerbe, danach folgen Handel und Instandhaltung. Auch in der Reparatur von Kfz und dem Bereich Gesundheits- und Sozialwesen sind viele Menschen im Raum Meißen beschäftigt. In den letzten Jahren sind die Beschäftigungszahlen kontinuierlich gestiegen; überwiegend sind kleine und mittelständische Unternehmen die Wirtschaftstreiber im Landkreis.