Lebenslanges Lernen gehört zum heutigen Arbeitsleben dazu. Mit Schulbank drücken hat das jedoch weniger zu tun – es ist vielmehr eine Chance.

Eine Chance, die eigene Persönlichkeit und Talente weiter zu entwickeln und dadurch das persönliche Glück in die Hand zu nehmen. Davon profitiert auch Sachsens Wirtschaft. Das Land Sachsen bietet für die berufliche Weiterbildung zahlreiche Fördermöglichkeiten und Unterstützungen an. Die heutige Arbeitswelt unterliegt einem rasanten Wandel. Sie bringt zwar mehr Annehmlichkeiten und Aufstiegschancen mit sich - doch sie wird auch komplexer. Mehr Aufgaben müssen in kürzerer Zeit erledigt werden, die Selbstverantwortung des Einzelnen steigt und mit ihr die persönlichen Anforderungen. Um berufliche Weiterbildung kommt niemand mehr herum. Der Freistaat Sachsen unterstützt Unternehmen, Beschäftigte und Auszubildende mit diversen Förderinstrumenten.

Aufstiegs-BAföG

Mit sogenannten „Aufstiegsfortbildungen“ steigen die Chancen auf ein höheres Gehalt, eine fachliche Karriere und eine Führungsposition deutlich. Typische Aufstiegsfortbildungen sind etwa Meister- und Fachwirtkurse oder Fortbildungen zum Techniker oder Erzieher. Es gibt mehr als 700 weitere gleichwertige und damit mit AFBG förderfähige Fortbildungen. Teilnehmer erhalten einen Zuschuss zu ihren Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowie zu den Kosten für das Meisterstück, ganz unabhängig ihrer Vermögenssituation. Bei Vollzeitmaßnahmen kann man zusätzlich von einem Beitrag zum Lebensunterhalt profitieren.

Meisterbonus

Wer erfolgreich eine Aufstiegsfortbildung zum Handwerksmeister, Industriemeister oder Fachmeister in Sachsen absolviert hat, der kann sich über einen Bonus von 1.000 Euro freuen. Beantragt wird er bei der IHK, HWK oder einer antragsberechtigten Einrichtung.

Weiterbildungsscheck individuell

Sachsen bietet für die berufliche Weiterbildung einen „individuellen“ Weiterbildungsscheck. Dieser ist an keine bestimmte arbeitsplatz- oder ausbildungsbezogene Weiterbildung gebunden. Er soll helfen, weitere berufliche Kompetenzen und Qualifikationen zu erlangen. Beantragen können ihn diejenigen, die in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, Auszubildende oder arbeitslose Nichtleistungsempfänger.

Bildnachweis: SMWA/David Pinzer, pexels.com

Weiterbildungsscheck betrieblich

Auch Unternehmen und Selbständige können einen Weiterbildungsscheck bei der SAB beantragen. Besonders wenn es um Mitarbeiterqualifizierungen im Zusammenhang mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze, die Erschließung neuer Märkte oder die Fachkräftesicherung im Unternehmen geht.

Zusatzqualifikationen

Der Freistaat Sachsen fördert im Rahmen der Erstausbildung auch Weiterbildungen, die nicht in der Ausbildungsordnung oder den Lehrplänen einer Berufsausbildung festgelegt sind. Wichtig ist, dass sie der Ausbildung spezieller Kompetenzen oder der Motivation von Nachwuchskräften dienen. Die Förderung erfolgt als Zuschuss, der als Pauschale pro Ausbildungsteilnehmer abgerechnet wird.