Die Stadt wächst wieder, und dieser neue Elan strahlt in die Umgebung aus. Allein 2018 suchten Chemnitzer Unternehmen rund 2.300 qualifizierte Angestellte über das Fachkräfteportal „Chemnitz zieht an“, die Arbeitslosigkeit sank um ein sattes Drittel. Die Technische Universität gilt als beste „Gründeruniversität“ Sachsens.

Das sind beste Bedingungen für einen Neustart in Chemnitz. Die Stadt freut sich auf engagierte neue Bürger und Bürgerinnen!

Was bietet Chemnitz für Arbeitnehmer?

Wie viele andere Städte in Ostdeutschland hatte Chemnitz lange mit einer starken Abwanderung zu kämpfen. Der Trend hat sich umgekehrt: Geborene Chemnitzer und Karl-Marx-Städter kehren zurück. Die Stadt gilt als Geheimtipp für gut ausgebildete Fachkräfte aus ganz Deutschland und dem Ausland, die in den international tätigen Unternehmen und Start-ups ihre Lebensentwürfe verwirklichen wollen.

Egal, welche Frage zum Arbeiten und Leben in Chemnitz besteht: Ein kompetenter Ansprechpartner steht immer zur Verfügung. Auf dem Fachkräfteportal „Chemnitz zieht an“ stellen sich weit über 100 Partnerfirmen vor und bieten freie Stellen an. Wer nach Chemnitz ziehen will, bekommt hier auch Hilfen jenseits der Jobvermittlung, etwa Unterstützung bei der Wohnungs- und Kita-Suche oder beim Finden einer passenden Stelle für den Partner. Firmen haben z. B. im Rahmen des Fachkräfteportals die Möglichkeit, Ihren Bewerbern ganz unkonventionell über eine nicht-touristische Stadtführung Chemnitz zu zeigen.

Die umfassende medizinische Versorgung aller Menschen in der Region soll auch langfristig gesichert und verbessert werden. Fachkräfte der Gesundheitsbranche profitieren dabei von der Initiative NEUE GESUNDHEIT. Hier engagieren sich regionale und überregionale Akteure gemeinsam mit der Stadt Chemnitz, um ihre Mitarbeiter vor Ort auszubilden, zu halten und neue Mitarbeiter zu gewinnen. Beispielsweise werden für junge Mediziner auf dem Weg zum Facharzt zielgerichtet Weiterbildungen in Krankenhäusern und Arztpraxen koordiniert. Bei Plänen zur Niederlassung unterstützt das Netzwerk von der Antragstellung bis hin zu Zulassungsbeschränkungen. Neue Impulse werden auch in der professionalisierten Pflege gesetzt, um dem Fachkräftemangel zu begegnen und die Arbeits- und Lebensbedingungen für die Fachkräfte zu verbessern. Die Projekte der Fachkräfteallianz sorgen dafür, dass sich die Gesundheitsbranche nicht nur beruflich austauscht, sondern sich die Menschen mit ihren persönlichen Belangen kennenlernen.

Auf dem Webportal „Chemnitz City“ präsentieren sich Angehörige des Handels und der Gastronomie aus dem Chemnitzer Zentrum. Ein Netzwerk aus Objekt-Eigentümern, Hoteliers, Händlern und Gastronomen sowie Chemnitzer Unternehmen und Dienstleistungsanbietern bündelt seine Aktivitäten und stimmt Projekte ab, um mit einer gemeinsamen Stimme aufzutreten. Notwendige Maßnahmen wie Infrastruktur-Investitionen, Leerstandsmanagement und Veranstaltungen werden über das Netzwerk gemeinsam finanziert. Auch die Kreativbranche etabliert sich seit ein paar Jahren in Chemnitz und macht die Stadt als Standort für die Szene immer attraktiver. Die Initiative „KRACH“ schafft Kreativräume in Chemnitz, um Kunst- und Kulturschaffende aus ganz Deutschland mit einem Startbudget, mietfreiem Raum und individueller Expertenberatung in die Stadt zu locken.

Was bietet die Fachkräfteallianz Chemnitz für Arbeitgeber?

Viele Unternehmen in Chemnitz sind händeringend auf der Suche nach Fachkräften. Die Fachkräfteallianz unterstützt unterstützt Kampagnen und Aktionen regionaler Akteure zur Fachkräftegewinnung und –bindung.

Zahlreiche geförderte Projekte werden gezielt für Unternehmen konzipiert, die attraktiver für neue Fachkräfte werden wollen (u. a. der BewerberzuZug, das J-Team oder das Projekt WILLKOMMEN IN CHEMNITZ), ihre Unternehmensnachfolge regeln müssen oder betriebliche Lösungen zur Fachkräftesicherung und bindung im demografischen Wandel suchen.

Was bietet die Fachkräfteallianz Chemnitz für Schule und Studium?

Die Fachkräfteallianz Chemnitz nimmt schon die Jüngsten in den Fokus, wenn es um die Wirtschaftsentwicklung der Region geht. Im Schülerforschungszentrum „Solaris“ arbeiten kleine Gruppen von Schülerinnen und Schülern an selbstgewählten technischen und naturwissenschaftlichen Fragestellungen – die Entwickler von morgen. Mit dem Projekt „Start Dual“, einer Fachkräftekampagne an Gymnasien, sollen interessierte Jugendliche für ein duales Studium oder eine duale Berufsausbildung bei kleinen und mittleren Unternehmen gewonnen werden.

Eine ideale Möglichkeit, sich handwerklich auszuprobieren, haben Kinder und kreative Erwachsene auf der Messe „Maker Faire Sachsen“: Bei diesem kreativen Festival stellen private Tüftler und Erfinder, Vereine und offene Werkstätten, aber auch Handwerks- und Industrieunternehmen ihre neuesten Produkte und Lösungen vor und laden das Publikum zum Mitmachen und Ausprobieren ein.

Akademische Fachkräfte werden in Chemnitz schon seit 2009 gezielt mit potenziellen Arbeitgebern vernetzt. Mit ihrem Career Service+ bringt sich die Technische Universität Chemnitz aktiv ein, um Chemnitzer Arbeitgeber vor allem im MINT-Bereich zu unterstützen. Ihre Maßnahmen, um die Abwanderung von Studierenden nach dem Abschluss in andere Bundesländer zu verringern und die Studienabbrecherquote zu senken, sichern im Umkehrschluss qualifizierte Fach- und Führungskräfte für die Stadt Chemnitz. Insbesondere ausländische Studierende und potenzielle Aussteiger werden mit Workshops, Exkursionen zu ausgewählten Arbeitgebern und Informationsveranstaltungen umworben zu bleiben.

Bildnachweis: CWE, Ernesto Uhlmann, Wolfgang Thieme, Dirk Hanus

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