Je nach Branche und Arbeitsplatz gelten ganz unterschiedliche Arbeits- und Gesundheitsschutzanforderungen. Doch so unterschiedlich sie auch sind: Sicherheit ist oberstes Gebot und muss von jedem Unternehmen gewährleistet werden. Schritt 1 ist dabei immer die Gefährdungsbeurteilung, in der gesundheitliche Risiken festgehalten, analysiert und behoben werden. Die staatlichen Arbeitsschutzbehörden überwachen und beraten die Arbeitgeber bei dieser Aufgabe. Sollten Arbeitsschutzmängel im Betrieb nicht abgestellt werden, können  der Behörde Arbeitsschutzverstöße angezeigt werden.
Auch die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen haben den Auftrag, Unternehmen und Einrichtungen bei der Wahrung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu beraten und zu betreuen. Ziel ist es, Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen zurück zu drängen.

Arbeitsschutz als Erfolgsfaktor

Arbeits- und Gesundheitsschutz ist natürlich kein einmaliger Akt. Vielmehr geht es darum, Verbesserungen und Anpassungen ständig im Blick zu haben. Das ist auch ein wichtiger Faktor, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Für viele Beschäftigte ist nicht nur ein interessanter Arbeitsplatz entscheidend – der Blick richtet sich auch auf gute und gesunde Arbeitsbedingungen. Die Partner in der Arbeitsschutz-Allianz Sachsen verständigten sich deshalb auf das Ziel, Arbeit sicher und gesund zu gestalten. Die Arbeitsschutz-Allianz Sachsen ist eine der tragenden Säulen im Projekt "Gute Arbeit für Sachsen", mit dem es sich das SMWA zur Aufgabe macht, den Wirtschafts- und Arbeitsstandort Sachsen nachhaltig zu stärken.

Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheitsförderung gehen Hand in Hand

Dort, wo Menschen viel Zeit verbringen und das ist z. B. im Betrieb, soll auch ihre Gesundheit gefördert werden. Da geht es zum einen darum, gemeinsam gesundheitsförderliche Strukturen und Prozesse aufzubauen und zum anderen jede und jeden Einzelnen auf dem Weg sich gesund zu verhalten, zu unterstützen. Für die gesetzlichen Krankenkassen ist die Unterstützung der Betriebe Pflicht. Betriebe tun dies aus eigener Intention. Unter der BGF-Koordinierungsstelle haben sich alle gesetzlichen Krankenkassen auf einer Online-Plattform zusammengeschlossen. Damit bieten sie ein kostenfreies, wettbewerbsneutrales und individuelles Beratungsangebot für alle Unternehmen zu Aktivitäten betrieblicher Gesundheitsförderung an. Dabei ist es egal, welcher Branche der Betrieb angehört und egal wie viele Beschäftigte dem Unternehmen angehören. Mit einem Klick gelangt man zur Beratung über die Website www.bgf-koordinierungsstelle.de
 
So, wie im Präventionsgesetz vorgesehen, arbeiten in Sachsen das SMWA, Krankenkassen, Unfallversicherungen, Rentenversicherung, Agentur für Arbeit, Industrie- und Handelskammern und Vertretungen von Betriebsärzten eng zusammen. Sie verfolgen das gemeinsame Ziel, die vielen guten Angebote zur Gesundheit im Betrieb bekannt zu machen sowie vernetzt und koordiniert umzusetzen. Beispielsweise finden in den Landkreisen und kreisfreien Städte Veranstaltungen für KMU statt, in denen die Verantwortlichen ihre Fragen direkt mit den Ansprechpartnern klären können.