Arbeitsschutz ist vielfältig

Gesetzlich vorgegebene Arbeitsschutzbestimmungen einhalten, verpflichtende Unterweisungen über Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und Ersthelfer im Betrieb – das alles sind Arbeitsschutzmaßnahmen. Jedes Unternehmen muss sich selbst genau unter die Lupe nehmen und prüfen, wo und welche Unfall- und Gesundheitsgefahren lauern und wie sie verhindert werden können. Das betrifft alle Branchen, Berufe und Arbeitsorte. Arbeitsschutz ist eine tägliche Herausforderung.

Eine besonders große Herausforderung ist es, die Beschäftigten in der aktuellen Corona-Pandemie zu schützen. Hier kommt es darauf an, dass das Zusammenspiel aller Arbeitsschutzakteure sehr gut klappt. Gefragt sind der Arbeitgeber, der/die Sicherheitsbeauftragte, die Fachkraft für Arbeitssicherheit, die Betriebsärztin/der Betriebsarzt und die Personalvertretung. Als Hilfestellung für die Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen bieten Regierung und Behörden täglich aktualisierte Informationen auf ihren Websites an.

Die richtige Arbeits- bzw. Schutzkleidung ist in vielen Berufen wichtig. Schutzhelme und Sicherheitsschuhe betrifft das genauso wie Schutzbrillen oder Handschutz in verschiedenen Tätigkeitsbereichen. Gerade für Berufszweige, die mit ihren Arbeitsaufgaben im Freien verortet sind, kommen Wettereinflüsse hinzu. Sowohl Kälte- als auch Hitzeschutz unterliegt dabei klaren Regeln.

Wiederkehrende Unterweisungen und eine umsichtige Arbeitsweise sind Voraussetzungen, um einen fehlerhaften Umgang mit Maschinen und Geräten oder auch Elektrizität zu vermeiden. Unternehmen müssen auch beim Einsatz von Leiharbeiterinnen und Leiharbeitern darauf achten, dass ALLE Mitarbeitenden im Hinblick auf die aktuellen Sicherheits- und Schutzmaßnahmen im Bilde sind.
 

Arbeitsschutzanforderungen im Änderungsmodus

Im Zeitalter vernetzter technologischer Systeme ändern sich Arbeitsinhalte, Beschäftigungsformen und Arbeitsintensität erneut. Mobiles Arbeiten, Arbeit zu unterschiedlichen Zeiten und an wechselnden Orten werden zum Beispiel unseren Arbeitsalltag zunehmend prägen. 
Die Schutzvorschriften müssen diesen Änderungen angepasst werden. Mehr als bisher gilt es, die Beschäftigten in die Gefährdungsbeurteilung einzubeziehen. "Mensch hat Vorrang" muss das Leitprinzip sein. Prävention und betriebliche Gesundheitsförderung spielen dabei eine zentrale Rolle.