Wie sah denn Ihr Geschäftsmodell vor der Umstellung aus?


Ich habe meinen kleinen Laden hier in Chemnitz und war sonst viel auf Märkten und Stadtteilfesten unterwegs. Ich bin momentan dabei, einen kleinen Webshop aufzumachen, hatte das aber zuvor leider etwas vernachlässigt.

Welchen Einfluss hat die Krise auf Geschäfte wie Ihres?

Die kleinen Geschäfte machen natürlich das Stadtbild aus. Viele haben derzeit zu kämpfen und machen sich Sorgen um ihre Existenz. Daraus resultiert natürlich die Angst der Bevölkerung, dass diese Geschäfte verschwinden werden. Doch wir erhalten viel Zuspruch, aufmunternde Worte sowie Unterstützung in den sozialen Netzwerken. Das macht Mut.

Ergeben sich für Sie auch Hoffnungen aus der Krise?

Das Bewusstsein für die kleinen Händler sowie der Zusammenhalt im Viertel und der Stadt sind gestiegen. Wir sind ja gezwungen, zu improvisieren und da ist es schön zu sehen, dass die Leute bereit sind, das gemeinsam mit uns zu machen. Das Zusammenrücken der letzten Wochen hat außerordentlich Hoffnung gemacht. 

Wie haben Sie Ihr Geschäftsmodell konkret verändert?

Ich biete einen Schmucklieferservice übers Handy an. Dabei schicke ich Fotos sowie Materialinformationen und, wenn es den Kunden gefällt, wird anschließend geliefert oder verschickt. Dabei kommt man dann auch viel ins Plaudern, was ich sehr schön finde, da mir die persönliche Ebene total wichtig ist.

Bildnachweis: Christina Gränitz