Es ist ganz normal, nach der Schule nicht gleich zu wissen, wo es mal hingehen soll. Das gilt nicht nur beruflich – das "wo" ist auch entscheidend. Viele wollen in der Heimat bleiben, andere "endlich mal raus". In Sachsen bieten sich viele berufliche Chancen, gerade bei den beliebten dualen Ausbildungen.

Einen ersten Einblick in die Berufe erhalten Schülerinnen und Schüler bei SCHAU REIN! – Sachsens größter Initiative zur Berufsorientierung. In keiner anderen Woche des Jahres sind so viele Schüler gleichzeitig auf den Beinen, um Unternehmen von innen kennen zu lernen. Vor Ort können sie mit Azubis sprechen, sich praktisch ausprobieren und herausfinden, worauf es bei einer erfolgreichen Bewerbung ankommt. Vom 9. bis 14. März 2020 ist es wieder soweit. Eine Anmeldung lohnt sich.

Beliebt oder einzigartig – beides geht

MechatronikerIn, VerkäuferIn, Kaufmann/ -frau und FachinformatikerIn sind die "All-Time-Favorites" der Berufsausbildungen. Auch in Sachsen liegen die bundesweit gängigsten Ausbildungsberufe weit vorn und zahlreiche Unternehmen und auch Global Player im Freistaat sind dafür eine zielsichere Anlaufstelle.

Lassen Berufseinsteiger denn Blick aber gerne über die "Top 10" hinaus schweifen, findet sich in Sachsen wahre Perlen für den Einstieg in die berufliche Zukunft. Porzellanmalerei ist dabei nur ein Beispiel, denn das 2000 Jahre alte Handwerk hat in Sachsen Tradition. Etwas für die Ewigkeit schaffen, seine Schöpfung in den Händen zu halten – das macht stolz. Ähnliches sagen auch die "Männelmacher" in Seiffen. Sie erlernen sogar einen Beruf, den es einzig in Sachsen, genauer in der Holzspielzeugmacher- und Drechselschule Seiffen gibt.

Die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung liegt mir besonders am Herzen. Mit einer Ausbildung stehen den jungen Menschen in Sachsen alle Türen offen. Also: erst Ausbildung, dann Karriere.
Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Dulig

Bodenständig ausgebildet in Wald und Feld

Es geht aber auch weniger ausgefallen. Landwirtschaftliche, "grüne" Berufe sind ebenfalls ein großes Thema auf dem sächsichen Bildungsmarkt. Feld und Forst sind im Freistaat zahlreich vorhanden und wollen gepflegt und bewirtschaftet werden. Mehr als 500 neue Facharbeiter werden in den Grünen Berufen jedes Jahr gebraucht. "Für die Bewältigung der massiven Waldschäden und die gezielte Entwicklung der stabilen Wälder der Zukunft bei einem immer schneller fortschreitenden Klimawandel benötigen die Forstbetriebe und -behörden in Sachsen viele fachkundige Hände und kreative Köpfe", betont Landesforstpräsident Utz Hempfling. Die Zukunftsaussichten sind exzellent: Die Personalstruktur braucht eine Verjüngungskur und ein erfolgreicher Abschluss sichert fast automatisch eine Stelle im Sachsenforst.

Auch die Landwirtschaft braucht motivierte Unterstützung. "Mit der zunehmenden Digitalisierung der Agrarwirtschaft wandeln sich auch die grünen Berufsbilder. Immer mehr gilt: Sehr gute Absolventen haben beste berufliche Perspektiven in einer modernen Branche", sagt Staatsminister Thomas Schmidt. Die grünen Berufe stehen in einem starken Wettbewerb mit anderen Branchen um die besten Schulabgänger und Auszubildenden.

Nicht aufhören: Fort- und Weiterbildung

"Eine immer größere Bedeutung erhält die Weiterbildung – und zwar für alle. Wir erleben gerade eine besonders rasante Veränderung von Erwerbsformen und Erwerbsverläufen sowie von ganzen Berufsbildern", fasst Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Dulig zusammen. Der Weiterbildungscheck Sachsen unterstützt deshalb direkt den Einzelnen, ganz unabhängig von Arbeitgeber und Beschäftigungsverhältnis. Weiterbildungsmaßnahmen werden anteilig gefördert und erhöhen so die Chancen und Kompetenzem für Beschäftigte, Azubis, Um- und Berufsfachschüler sowie die Unternehmen selbst.