"Ohne Sie geht nichts mehr" lautet der treffende Titel der Studie über Eingewanderte und Geflüchtete Menschen in Deutschland. Das Beispiel Großbritannien zeigt, was wirtschaftlich passieren würde, wenn sie wegfallen. Das gilt auch für Sachsen. Besonders Fachkräfte und Engpassberufe sind dabei im Fokus. Die Zahlen der Studie zeigen, dass vor allem bei Ausbildungen in Engpassberufen genau diese Zielgruppe eine sonst signifikante Lücke schließt. 

Insgesamt waren 2020 in Sachsen über 40.000 Migrant:innen in Fachkraftberufen beschäftigt, das sind 4,4 Prozent aller in Fachkraftberufen Beschäftigten

Fachkraftberufe am regionalen Arbeitsmarkt für Eingewanderte und Geflüchtete in Sachsen

Sein Glück in Sachsen suchen und finden

Zwischen Annaberg und Zittau arbeiten derzeit etwa 74.000 Fach- und Führungskräfte mit ausländischem Pass. Die meisten Beschäftigten mit ausländischer Staatsangehörigkeit kommen aus Europa (56.031) und Asien (13.196) gefolgt von Afrika (2.669). Aufgeschlüsselt nach Ländern kommen die meisten von ihnen aus Polen, der Tschechischen Republik und Rumänien, Russland und Vietnam. 

Die Zahl der Beschäftigten aus diesen Ländern ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Im Jahr 2014 waren es etwa 18.300 Personen und im Jahr 2018 fast 48.900. Allein von 2017 zu 2018 gab es einen Zuwachs von über 10.000 Personen.
 

Mehr als 40 Prozent dieser Beschäftigten wohnen in Dresden, Leipzig und Chemnitz. Weitere 30 Prozent sind in den Landkreisen rund um Dresden tätig, reichlich 20 Prozent in der Region Chemnitz. Besonders viele ausländische Beschäftigte gibt es dabei im grenznahen Raum in den Landkreisen Görlitz, Bautzen und im Erzgebirgskreis, vorrangig aus Polen und Tschechien. 

Fast die Hälfte der Fachkräfte aus diesen Herkunftsländern sind in den Bereichen Produktion einschließlich Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau sowie Bau-/ Ausbaugewerbe tätig. Etwa jeder Vierte arbeitet im Tourismus, Gastgewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, etwa jeder Fünfte in sonstigen Dienstleistungsberufen, wie z. B. in den Bereichen Sicherheit, Verkehr und Logistik oder der Reinigung. Reichlich 11 Prozent sind in kaufmännischen Dienstleistungsberufen beispielsweise im Handel oder im Bereich Recht und Verwaltung beschäftigt. 

IQ Netzwerk: Das bundesweite Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ hat das Ziel, die Arbeitsmarktchancen von erwachsenen Migrantinnen und Migranten in Deutschland zu verbessern.

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